Seminartechnik

„Hidden Agenda“ und offizielles Thema. 1. Teil: Wie entstehen Erwartungen an ein Seminar?

Nach einer Veranstaltung in Bremen neulich war es wieder einmal Thema: warum erwarten manche Teilnehmer sehr viel anderes vom Fortbildungsseminar als sie eigentlich erwarten könnten? Liegt es daran, wie Seminare in Unternehmen zustande kommen – ja und wie kommen sie eigentlich zustande?

Die Fort- und Weiterbildung fragt nach der Festlegung der Pflichtthemen, welche Themen sonst noch notwendig und wichtig sind. Vorgesetzte bekommen eine Mail und erfragen Bedarfe und Wünsche bei den Mitarbeitern, die sie an die Fort- und Weiterbildung zurückmelden. Daraus entstehen die Themen, die man mit mir als Trainer abspricht und organisiert. Am Ende steht eine Veranstaltung im Programm, wie z.B. folgende: „Türen öffnen und Grenzen ziehen. Der professionelle Umgang mit schwierigen Menschen“ und ich kann gleich drei Termine im Kalender blocken, weil der Bedarf zu groß ist. Ich bin glücklich allein schon deshalb, weil ich ein tolles Thema mit vielen Gestaltungsmöglichkeiten anbieten kann. Deswegen habe ich auch nur die inhaltlichen Höhepunkte in die Ausschreibung aufgenommen, aber auch die reichen gut und gerne für zwei Tage.

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Im Seminar entscheidet der erste Eindruck

„Ich kam zu spät! Zwanzig Minuten zu spät! Und das als Trainer! Alle saßen schon da und warteten! Eine Katastrophe!“

Junge Trainerkolleginnen und – kollegen lächle ich bei der Schilderung ihrer Katastrophe weise an, um dann kühl und doch verständnisvoll einzuwerfen, irgendwann passiere das jedem. Mir, zum Glück, aber sei es aber noch…. Halt!

Mir ist es passiert – neulich erst. Ich erlebte mein Armageddon als Trainer. Alle schauten mich an, wie ich herein gehetzt kam und mit fliegenden Händen versuchte die Präsentation in Gang zu bringen. Mir ist genau das passiert - mir, der ich als Trainer ein so ungeheures Gewicht auf den ersten Moment der Begegnung mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmer lege.

Dabei bin ist immer der erste im Seminarraum. Danach richte ich meine ganze Seminarvorbereitung aus und tyrannisiere nebenbei gesagt damit die Hausmeister. Ich will nicht nur der erste im Raum sein, ich möchte auch ganz schnell meine Sachen aufgebaut und eingerichtet haben. Alles soll fertig sein, sobald die erste Seminarteilnehmerin oder der erste Teilnehmer auftaucht.

 

Drei Gründe, erster zu sein

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