Shakehands

Shakehands statt Nasenküsse. Warum schütteln wir einander zum Gruß die Hände?

Nasenkuss ist ein lustiges Wort und auch die Bilder vom Nasenkuss sind witzig anzuschauen. Es gibt sogar Bilder von Angela Merkel beim Nasenkuss, auf denen sie aber nicht ganz so entspannt wirkt, wie es das lustige Wort vom Nasenkuss empfiehlt.

Die alten Männer des Ostblocks dagegen begrüßten sich weniger grazil. Ihre Umarmungen hatten etwas vom Ringen im Freistil und der sich anschließende Kuss wirkt, als wurde ihnen ein sofortiges öffentliches Statement zum schwulen Coming –Out verordnet und sie hatten keine Zeit mehr gehabt, hinterm Vorhang zu üben.

Heute ist alles viel trivialer: wir schütteln einander die Hände, wenn wir uns begrüßen. Im beruflichen Zusammenhang jedenfalls. In der Freizeit und auf der Straße mag das anders zugehen: von „Hi“ bis zu „Bussi-Bussi“-Grüßen ist alles hör- und erlebbar. Der Handschlag oder das Händeschütteln, das sind die alten Bezeichnung für Shakehands, halten sich wacker und das ist Grund genug, nach ihrer Bedeutung zu fragen und nebenher zu erkunden, wie der Handschlag richtig gut gelingt.

Er gelingt jedenfalls nicht, wenn wir hinschauen und darauf achten, ob er gelingt. Wenn das beobachtende Auge die Hand führen muss, wird es nichts mit dem richtigen Handschlag. Wenn es „richtig“ zugeht, finden sich die Hände ohne unser kritisches Zusehen. Zum Blick als wichtigem Signal kommen wir noch.

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