Motivation

Probleme mit Auszubildenden – oder Schwierigkeiten?

Fragt man Ausbilder und Berufspädagogen, mit welcher Aufgabe sie am meisten zu tun haben, wird man wahrscheinlich hören, dass sei die Motivation der Auszubildenden. Motivation ist der Kern, der letzte Grund, eine Ausbildung zu beginnen. Motivation ist ein schwieriges Gelände, unübersichtlich weil nebelhaft und sumpfig zudem, weil man schnell in ungeahnte Tiefen der Persönlichkeit versinken kann. Aber ohne sie geht nichts. Eine (erfolgreiche) Ausbildung ohne Motivation zu denken, ist als würde man versuchen, ein Auto ohne Treibstoff zu fahren.

Schauen wir genau hin und nicht nur in die betroffenen Gesichter von Ausbilderinnen und Azubis, fällt ein Unterschied mehr und mehr ins Auge. Es wird von „Problemen“ gesprochen und von „Schwierigkeiten“ – zwei Worte, die zuerst austauschbar scheinen, es aber nicht sind. Eines haben sie allerdings gemeinsam: Beide erzwingen einen höheren Aufwand, mehr Anstrengung die Ausbildung erfolgreich zu machen und zwar für Azubi und Ausbilder.

Wir wollen aus der Sicht des Ausbilders das „Problem“ eines Auszubildenden von der „Schwierigkeit“ unterscheiden, die wir mit ihm haben. Das Problem ist etwas, das unabhängig von unserem Zutun und unserer Person anzutreffen ist, das aber in der Ausbildung eine Rolle spielt, weil es besondere Aufmerksamkeit erfordert. Das kann Farbenblindheit sein, Legasthenie oder einfach eine nicht ausreichende Körpergröße, die erfordert, das oberste Regal mit einen Tritthocker zu erreichen. In all diesen Fällen können wir von Problemen reden.

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