Grossgruppenmoderation

Veranstaltungsteilnehmer und ihre Erwartungen

Veranstaltungen haben Zielgruppen, die von einer guten Organisation berücksichtigt werden. Wenn die Bedürfnisse und Wünsche der Zielgruppe ausreichend groß sind, eine Teilnahme in Erwägung zu ziehen, melden sie sich auch an. Das ist das Kalkül der Veranstalter. Jetzt kommt es darauf an, mit den Planungen die Bedürfnisse und Wünsche zu treffen, sie zu erfüllen oder gar darüber hinauszugehen.

Meistens werden die Inhalte der Veranstaltung und die angenommenen Wünsche der Teilnehmer tatsächlich aufeinander abgestimmt. Eine andere, aber schon etwas weniger oft anzutreffende Variante der Planung ist, Zugpferde für die Veranstaltung zu planen. Man versucht die Koryphäe für eine Keynote zur Organisationsentwicklung zu gewinnen, man „gewinnt“ einen sich einen Politiker für das Grußwort, weil eine politische Zelebrität immer auf die Qualität der Veranstaltung abfärbt, oder man holt einen thematisch einschlägigen Komiker, weil er als unterhaltsam gilt.

In einem viel geringeren Maße als die inhaltlichen Pläne stimmt man die Veranstaltungsformen und – methoden auf die Erwartungen und Bedürfnisse  Teilnehmerinnen und Teilnehmer ab. In diese Überlegung fallen dann meistens die Großgruppenmethoden wie das „World Café“ oder ein „Barcamp“. Zwei Gründe rücken die Methode in den planerischen Fokus: es gibt das Marketing-Argument, etwas Auffälliges zu bieten und damit Aufmerksamkeit zu erregen. Oder man erhofft einen besonderen Effekt, z.B. eine Sammlung von Beiträgen wie sie von einem guten World Café zu erwarten sind.

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Moderation des Bildungskongresses am 09.03.

Ungefähr die Hälfte der Schüler eines Jahrgangs macht Abitur, von denen wiederum ca. 80% mit einem Studium beginnen – und die brechen das Studium mit einer Wahrscheinlichkeit von ungefähr 30% wieder ab. Soweit die nüchternen Zahlen, die gar nichts über den Einzelfall aussagen. Außer natürlich, dass es in jedem Jahrgang ca. 12% besondere Einzelfälle gibt, die das Scheitern an der Hochschule erleben mussten – jede und jeder Achte!

Auf dem Weg in die weithin geforderte Akademisierung mag man die Abbrecherzahlen als Kollateralschäden verbuchen – auf dem Weg zu Gipfel stürzen halt ein paar ab. Trotzdem sollte die Frage gestellt werden, ob es neben dem akademischen Weg in die berufliche Karriere nicht auch noch andere gibt.

Zum Beispiel die „ordentliche Lehre“, also die dual gestaltete Berufsausbildung. Deren Loblied will ich gar nicht singen, ich selbst habe den Weg in das Berufsleben mit einer „Lehre“ begonnen und bin seither von ihr so überzeugt, wie sonst von wenig anderem.

Ausgangspunkte der Veranstaltung

Also betrachten wir die Berufsausbildung ganz nüchtern als ersten Baustein einer jugendlichen Karriereplanung. So ungefähr lässt sich einer der Ausgangspunkt des Bildungskongresses am 09. März 2018 beschreiben.

Der andere Ausgangspunkt ist der immer realer werdende Fachkräftemangel. Da Fachkräfte nicht mit dem Umlegen eines Schalters auf den Markt kommen, haben Unternehmen heute schon das Problem, auch wenn erst in einigen Jahren der Mangel in den Fabrikhallen und Büros angekommen sein wird.

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