Rückblick des Moderators auf die Bildungskonferenz

Als Massenveranstaltung war die Bildungskonferenz am 23. März nicht geplant, aber als eine zum Mitreden und Mitmachen. Der etwas ungünstige Zeitpunkt an einem Freitagnachmittag legte es nahe, die Gäste nicht mit Vorträgen zu berieseln, sondern zum Mitmachen einzuladen. Viel wichtiger aber noch war die Erfahrung, dass viele Menschen viele Sichtweisen und Erfahrungen einbringen können und auch einbringen wollen. Das heißt natürlich nicht, dass gleich jede und jeder sich das Mikrofon schnappt. Auch wenn Gäste mitmachen wollen, gibt es Bühnenangst, also die Hemmung, vor anderen zu reden.

Moderatorenaufgabe

An dieser Stelle begann meine Aufgabe als Moderator: die Gäste zu begrüßen, miteinander ins Gespräch zu bringen und sie zur ersten Aktion einzuladen: die Wandzeitung am Eingang mit zu gestalten: Auf großen Blättern standen einige Leitfragen und die Gäste wurden gebeten, hierzu Kommentare abzugeben. Was sie auch fleißig taten. Die Wandzeitung gab für die langsam eintrudelnden Gäste ein immer bunteres Stimmungsbild und war zugleich eine einfache Möglichkeit mitzumachen.

Thementische

Gelegenheit zum intensiveren Mitmachen gaben die Thementische, an denen diskutiert und gearbeitet werden sollte. Wir hatten drei Expertinnen und Experten zu verschiedenen Aspekten des Themas eingeladen. Die stellten kurz jeweils sich und ihren Blickwinkel vor und boten den Gästen damit die Möglichkeit, sich von den Experten ein persönliches Bild und von ihren Themen eine Meinung zu bilden. Die Spielregeln waren denkbar einfach: die Gäste wählten den Tisch und das Thema, das sie interessierte und zu dem sie etwas beitragen (oder von dem sie etwas mitnehmen) wollten. Die Expertinnen und Experten leiteten die Diskussion und dokumentierten sie zugleich durch Stichworte auf einem Flipchartblatt.

Schlussrunde

Nach einer knappen Stunde der angeregten Diskussion fassten die Expertinnen im Plenum die Gespräche und Ergebnisse ihres Thementisches zusammen. Für die Moderation der Schlussrunde hatte ich mir bei meinem Streifzug an den Thementischen entlang Anregungen und Informationen geholt. Ich bezog das Publikum ein: durch Fragen in die Runde, auf die eingehen konnte wer wollte oder durch direkte Ansprache. Gäste direkt anzusprechen, mitzunehmen und mit ihnen auf der Bühne oder vor dem Plenum zu arbeiten, ist sicher die wirksamste Form der Beteiligung – und zwar für alle, sowohl für die, die sitzen blieben, weil ich sie nicht holte, wie auch für diejenigen, die ich tatsächlich auf die „Bühne“ bat.

Wer geht auf die Bühne?

Falls Sie nun bei der nächsten Veranstaltung mit mir befürchten, nach vorn geholt zu werden, kann ich Ihnen eines versichern: Sie signalisieren mir durch Ihre Körpersprache, ob sie (lieber nicht) nach vorn möchten. 
Bilder der Veranstaltung auf der Website der IHK Nürnberg für Mittelfranken.

 

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