Probleme mit Auszubildenden – oder Schwierigkeiten?

Fragt man Ausbilder und Berufspädagogen, mit welcher Aufgabe sie am meisten zu tun haben, wird man wahrscheinlich hören, dass sei die Motivation der Auszubildenden. Motivation ist der Kern, der letzte Grund, eine Ausbildung zu beginnen. Motivation ist ein schwieriges Gelände, unübersichtlich weil nebelhaft und sumpfig zudem, weil man schnell in ungeahnte Tiefen der Persönlichkeit versinken kann. Aber ohne sie geht nichts. Eine (erfolgreiche) Ausbildung ohne Motivation zu denken, ist als würde man versuchen, ein Auto ohne Treibstoff zu fahren.

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Edutainment in Vorträgen

Sicher verschanzt hinter dem Pult steht der Redner - eine Person ohne Unterleib. Vielleicht ab dem Brustbein, sicher aber vom Nabel abwärts geht er ins das Material des Pultes über. Wir beobachten ehrfurchtsvoll und bewundernd, wie sich gerade hier und jetzt vor unseren Augen ein Mensch aufmacht in die ewige Walhalla der großen Vortragenden – Deifizierung nennt man das. Für uns sterbliche Banausen mag die Erkenntnis den Trost der Gemeinsamkeit bieten, nach der angeblich neunzig Prozent aller Menschen den Tod einer öffentlichen Betätigung als Vortragende vorziehen.

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Körpersprache in Verhandlungen

Bei der letzten Ausgabe des Seminars zur Körpersprache in Verhandlungen des VDI Stuttgart geriet ich in eine Schleife. Ein Teilnehmer lehnte sich langsam in seinen Stuhl zurück, verschränkte die Arme vor der Brust, streckte die Füße etwas aus und fragte mich mit zweifelndem Gesichtsausdruck: „Sind Sie eigentlich überzeugt von dem, was Sie das sagen?“

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Mein Edutainment in Seminaren

In vielen Seminaren der Erwachsenenbildung verhalten sich die Teilnehmerinnen und – teilnehmer so, wie sie es in der Schule gelernt haben. Die Erfahrungen der Schulzeit haben einen hohen Anknüpfungswert, weil sie sofort und ohne spürbaren Anpassungsaufwand auf die aktuellen Situationen des Lehrens und Lernens übertragbar sind. Meistens ist die Situation sofort als Lernen und Schule erkennbar, weil die Räume so eingerichtet sind und die Räume sich in einem entsprechend angelegten Gebäude befinden.

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Rückblick auf eine Moderation

Die Veranstaltung am letzten Dienstag (23.10.20) war schon die sechste über Menschen mit Schwerbehinderungen in der Arbeitswelt. In einem anderen Beitrag hatte ich sie vor einiger Zeit hier angekündigt. Heute ging es ans Eingemachte, alle denkbaren philanthropischen Rücksichten, wie ein harmonisches Zusammenleben im Betrieb und so weiter, waren bereits in den anderen fünf Veranstaltungen ausreichend Thema gewesen. Jetzt stand die „K-Frage“ im Mittelpunkt, die Möglichkeit, schwerbehinderten Mitarbeitern zu kündigen, wenn es denn notwendig sein sollte. Im Vergleich zu den anderen Veranstaltungen also eine inhaltliche Wendung um 180 Grad.

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Warum ich über Edutainment schreibe

Mir macht es Spaß, für den Spaß anderer Menschen zu sorgen. Ich bringe sie gern zum Lachen. Mein idealer Beruf wäre also Alleinunterhalter. Mein Pech ist, dass mir gewisse Themen wichtig sind, und ich sie damit anderen nahe bringen möchte - zum Beispiel Körpersprache zu verstehen. Damit müsste meine Berufswahl wohl Pädagoge sein.

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Edutainment und PowerPoint-Karaoke

Die Regeln des Powerpoint-Karaokes sind einfach erklärt: man fische eine Powerpoint-Präsentation aus dem Internet, drücke einem Menschen ein Mikrophon in die Hand, stelle ihn vor die laufende Präsentation und bitte ihn, eben dieselbe dem feixenden Publikum zu erklären. Natürlich ohne je zuvor auch nur eine Folie gesehen zu haben und ohne eine Möglichkeit Folienzahl oder Durchlaufgeschwindigkeit zu beeinflussen.

Für die Auswahl der Präsentation gilt die Regel, je weiter sie inhaltlich vom Erklärenden entfernt und je blöder, desto besser ist sie geeignet. Alle weiteren Regeln sind Zutat, wie z.B. die, aus einer Abfolge von mehreren Präsentationen mit Erklärungsversuchen einen sportlichen Wettkampf zu gestalten.

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Mein Weg zum Edutainment: Die Universität

So schnell aber ließ ich nicht locker bei der Schule, vielleicht war da ja doch noch etwas mehr an Spaß und Anarchie zu finden als ich auf den gewöhnlichen Anstalten erleben durfte. Mein eigener Sonderweg hieß Abendgymnasium. Unterm Strich ging es dort wirklich lebhafter zu als in allen Schulen vorher, aber eigentlich nur, wenn wir die Pausen, die Zeit in der Cafeteria und das Bier danach zur Schule hinzu zählen. Der Unterricht selbst war knochentrocken, wie gewohnt – nur anders. Viele der jungen Lehrer waren zukünftige Altachtundsechziger und verhielten sich schon damals so. Die ganzen ideologischen Wolkenschiebereien gaben keinen Tropfen Spaß her, dazu war die Kritik an den herrschenden Verhältnissen viel zu ernst.

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Mein Weg zum Edutainment: Die Schule

Schon bevor mir die erste Schulglocke läutete, entfaltete die Schule ihre erzieherische Wirkung. Kurz nach meinem fünften Lebensjahr wurde sie zunehmend in die Ermahnungsmaßnahmen der Eltern eingebaut: „Wenn du erst einmal zur Schule gehst, dann hast du nicht mehr viel zu lachen.“ Leider behielten meine Eltern Recht, es gab dort nicht viel zu lachen und wenn es mal doch etwas zu lachen gab, dann hatte der Witz garantiert die pädagogische Qualitätskontrolle bestanden. Denn es waren die Lehrer, die die Witze machten - wenn überhaupt. Kam einer der keimfreien und pädagogisch wertvollen Witze von vorn, dann mussten wir lachen. Auch dann wenn wir den Witz nicht verstanden, doch das war wohl der Trick bei der Sache.

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Was macht den besonderen Kündigungsschutz besonders?

Seit vielen Jahren schon moderiere ich eine Veranstaltungsreihe. Die Reihe wird vom ZBFS („Zentrums Bayern Familie und Soziales“ - ZBFS- oft auch noch Integrationsamt genannt) und der IHK Nürnberg organisiert und findet stets an einem Wochentag von ca. 17:00 bis 19:00 in Nürnberg statt. Es gibt einen allgemeinen informativen Teil und dazu Infostände.

Immer geht es um Arbeitnehmer mit einer Beeinträchtigung, derentwegen ihre Arbeitgeber die Leistungen des ZBFS in Anspruch nehmen möchten. Die Beeinträchtigungen sind beispielsweise eine plötzliche Schwerbehinderung, die Einstellung von Schwerbehinderten und was sich an fatalen gesundheitlichen Desastern im Arbeitsleben noch so einstellen kann.

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