Sprüche, Sprüche - nichts als Sprüche

Dieser kleine Beitrag war nicht geplant, ergab sich aber aus dem besten aller Anlässe. Ich wurde darum gebeten. Und das kam so: vor einigen Tagen moderierte ich ein Seminar „Kundenorientierung und Beschwerdemanagement“. Beschwerden machen die schwierigen und schwer zu bändigenden Kunden. Schwierig heißt, die Kunden kreisen jenseits des guten Zuredens und vernünftigen Argumentierens in ihren Schleifen des Rechthabens und Rechtforderns. Wer wünscht sich in dieser Situation keine schlagfertigen Antworten und keine coolen Sprüche, um die Situation für sich zu entscheiden und endlich Ruhe zu haben? Ich sagte meine Hilfe zu, zumal ich selbst bereits im Seminar Sprüche vom Stapel gelassen hatte.

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Distanzzonen? Vergessen Sie ihr Metermaß!

Körpersprache und Nonverbale Kommunikation sind ein noch ziemlich junges Gebiet der Kommunikationsforschung. Unter „Körpersprache“ wurde bis weit in die sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts allein das Ausdrucksverhalten von Schauspielern verstanden. Das änderte sich als die ersten Forschungen zur nonverbalen Kommunikation Ergebnisse lieferten, die sich populärwissenschaftlich und damit breitenwirksam umsetzen ließen. Die populäre Beschäftigung mit der Körpersprache generierte schnell Erwartungen, die sich nur als überzogen, ungerechtfertigt, spirituell und in vielen Fällen geradezu als manipulativ bezeichnen lassen. Die Gedanken anderer lesen zu können, ist ein Beispiel dafür.

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Shakehands statt Nasenküsse. Warum schütteln wir einander zum Gruß die Hände?

Nasenkuss ist ein lustiges Wort und auch die Bilder vom Nasenkuss sind witzig anzuschauen. Es gibt sogar Bilder von Angela Merkel beim Nasenkuss, auf denen sie aber nicht ganz so entspannt wirkt, wie es das lustige Wort vom Nasenkuss empfiehlt.

Die alten Männer des Ostblocks dagegen begrüßten sich weniger grazil. Ihre Umarmungen hatten etwas vom Ringen im Freistil und der sich anschließende Kuss wirkt, als wurde ihnen ein sofortiges öffentliches Statement zum schwulen Coming –Out verordnet und sie hatten keine Zeit mehr gehabt, hinterm Vorhang zu üben.

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Die Weintraube des Oberkellners

Urlaub, Sonne, Strand –die Basis für zwei Wochen in einem griechischen Hotel. Das Zimmer blickte meerwärts in den Sonnenaufgang hinein, die Küche war vorzüglich und der Service passte ausgezeichnet dazu. Wir mussten ungefähr gleich alt sein – der Oberkellner und ich. Damit endeten die wahrnehmbaren Gemeinsamkeiten. Die spürbaren Unterschiede lagen woanders: Er hieß „Konstantinos“, so stand es in gut lesbaren lateinischen Lettern auf seinem Namensschild, darunter in schwächerer Schrift „Constantin“. Einen griechisch geschriebenen Vornamen gab es nicht, sein Nachname wurde mir vorenthalten. Also sprach ich ihn als „Konstantinos“ an, ließ aber eine weitere Anrede fort.

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Veranstaltungsteilnehmer und ihre Erwartungen

Veranstaltungen haben Zielgruppen, die von einer guten Organisation berücksichtigt werden. Wenn die Bedürfnisse und Wünsche der Zielgruppe ausreichend groß sind, eine Teilnahme in Erwägung zu ziehen, melden sie sich auch an. Das ist das Kalkül der Veranstalter. Jetzt kommt es darauf an, mit den Planungen die Bedürfnisse und Wünsche zu treffen, sie zu erfüllen oder gar darüber hinauszugehen.

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Das Interview im Suppenkoma

Ein wenig gewürdigter Erfolgsfaktor bei Tagungsveranstaltungen ist das Catering. Von ihm hängt die Stimmung der Veranstaltung zu einem großen Teil ab, mit einer direkten Folge für das Gelingen der inhaltlichen Ziele.

Diese Einsicht bestätigte sich bei einer Veranstaltung, die ich jüngst moderierte. „Gesund leben“ was das mehr oder weniger deutlich verfolgte Motto der Fachtagung. Der Forderung entsprach das Catering voll und ganz. Gesund zu leben, mit der Ernährung zu beginnen, ist ein prima Ansatz und wird von jedem Auditorium begrüßt – vor allem wenn man direkt zur Tat schreiten kann.

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Wo bleiben die Hausmeister?

Ja tatsächlich, wo bleiben sie? Eine Antwort könnte sein, dass Sie an meinem Seminar teilnehmen. Das wäre zwar richtig, aber nur die halbe Wahrheit und außerdem wären wir da in der Mitte der Geschichte. Fangen wir am Anfang an.

Neulich wurde ich um ein Seminar für Hausmeister gebeten, genauer: um ein Seminar für Schulhausmeister. Anlass und Thema waren der Umgang mit schwierigen Schülerinnen und Schüler. Meine Zusage kam sofort und freudig. Ich habe gern mit Schwierigkeiten im pädagogischen Kontext zu tun – als Seminarthema.

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Vier Geschichten und ein Erfolg - Rückblick auf eine Veranstaltung

Der Fachkräftemangel kann Anlass sein für streng methodische Ausführungen zur Statistik innerhalb der Volkswirtschaftslehre – oder Anlass für Geschichten. Heute hörten wir die Geschichten.

Was war der Anlass? Gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) müssen der Fachkräfte wegen an vielen Fronten agieren: die Belegschaften werden älter und sind dann weg; passender Nachwuchs ist schwierig zu bekommen und im betrieblichen Alltag zeigt sich immer wieder der Bedarf nach Fachleuten. Von Agieren kann nur selten die Rede sein, Reagieren zu wollen ist nicht selten schon eine Herausforderung für Unternehmen.

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Probleme mit Auszubildenden – oder Schwierigkeiten?

Fragt man Ausbilder und Berufspädagogen, mit welcher Aufgabe sie am meisten zu tun haben, wird man wahrscheinlich hören, dass sei die Motivation der Auszubildenden. Motivation ist der Kern, der letzte Grund, eine Ausbildung zu beginnen. Motivation ist ein schwieriges Gelände, unübersichtlich weil nebelhaft und sumpfig zudem, weil man schnell in ungeahnte Tiefen der Persönlichkeit versinken kann. Aber ohne sie geht nichts. Eine (erfolgreiche) Ausbildung ohne Motivation zu denken, ist als würde man versuchen, ein Auto ohne Treibstoff zu fahren.

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Edutainment in Vorträgen

Sicher verschanzt hinter dem Pult steht der Redner - eine Person ohne Unterleib. Vielleicht ab dem Brustbein, sicher aber vom Nabel abwärts geht er ins das Material des Pultes über. Wir beobachten ehrfurchtsvoll und bewundernd, wie sich gerade hier und jetzt vor unseren Augen ein Mensch aufmacht in die ewige Walhalla der großen Vortragenden – Deifizierung nennt man das. Für uns sterbliche Banausen mag die Erkenntnis den Trost der Gemeinsamkeit bieten, nach der angeblich neunzig Prozent aller Menschen den Tod einer öffentlichen Betätigung als Vortragende vorziehen.

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